Besuch bei der Firma Piesslinger

Die Coronalage machte es möglich, dass die Volksschulkinder wieder viele Ausflüge genießen konnten. Auch die Firma Piesslinger war im Mai dabei. Die Kinder beschrieben unseren Besuch so:

Unser Ausflug zur Firma Piesslinger am 25.5. 2022

Die 3.a und 3.b besuchten die Firma Piesslinger. Vor dem Herrenhaus wurden wir vom Firmeneigentümer Christof Piesslinger begrüßt. Die Firma Piesslinger gibt es schon in der 11. Generation, das sind schon über 450 Jahre! Früher wurden hier Sensen erzeugt.

Die Rucksäcke und Jacken konnten wir gleich in der Kantine lassen. Wir teilten uns in vier Gruppen auf und gingen mit jeweils einem Firmenmitglied, das uns die Firma zeigte. Leonies Schwester ist Lehrling dort und hat auch mitgeholfen. Mitarbeiter haben blaue T-Shirts an, Lehrlinge haben grüne. FerialarbeiterInnen oder Praktikanten haben oft die roten Leiberl an. So konnten wir alle unterscheiden.

Wir haben über die Größe des Firmengeländes (ca. 50 Häuser passen herein), die vielen Maschinen und die vielen Mitarbeiter (ca. 400) gestaunt. Herr Mallinger hat die Führungen so eingeteilt, dass wir auch in ein Großraumbüro kamen, wo unter anderen auch Pauls Mama arbeitet. Dort haben wir Zuckerl bekommen. Es gibt in der Firma riesengroße Maschinen, aber auch ganz kleine. Es gibt Roboter, die sogar in der Nacht arbeiten. Diese Roboter räumen u.a. auf. In das Hochregallager würde sogar ein Blauwal passen, so groß ist das Gebäude. Es ist ungefähr 30m hoch. Das Hochregallager wird automatisch von einem Roboter betrieben. In dem Lagersystem gibt es an die 3 800 Plätze. Ins Gebäude darf man nicht einfach so reingehen, weil zu wenig Sauerstoff in der Luft ist (nur ca. 15%). Der Roboter arbeitet selbständig, wenn er gerade nichts anderes zu tun hat, räumt er auf. Das wäre praktisch für zuhause im Kinderzimmer, …

In einem Teil der Firma werden Metallteile gereinigt und gewaschen, damit sie weiterverarbeitet werden können. Es werden z.B. auch Duschköpfe gemacht. Die vielen Metallteile werden mit großen Staplern transportiert. Wir haben auch Schleifmaschinen gesehen. Bei verschiedenen Förderbändern wurden lange Profile (das sind lange Stangen) aufgehängt, die ganz langsam weitertransportiert, mit Farbpulver bespritzt und anschließend in einem Ofen gebrannt wurden. Das ist die Pulverbeschichtung. Im Werkzeugbau trafen wir auf Konrad, den Sohn der Frau Lehrerin, der lernt dort Werkzeugbautechnik. Es gibt außerdem Betriebselektriker, einer davon ist Gerald Missbichler.

Bei der Firma Piesslinger gibt es ein Labor. Die Chemiker analysieren die vielen giftigen Stoffe und testen die Säuren. In diese Flüssigkeiten werden die Metallteile getunkt, dann bekommen sie die Farben. Das nennt man Eloxieren. Dadurch gibt es auch so viele verschiedene Gerüche in den vielen Räumen der Firma.

Zum Verschicken und zur sicheren Verwahrung der Metallteile braucht man die Abteilung der Kontrolle und Verpackung. Da sahen wir auch viele MitarbeiterInnen. In einer Abteilung lief eine Säge, das war sehr laut.

Am Schluss haben wir im Herrenhaus in der Kantine unsere Jause gegessen. Leider hat es geregnet und wir konnten nicht in den wunderschönen Park hinausgehen. Vor dem Heimgehen bekamen alle ein Armbändchen und Mannerwafferl. Danke an Herrn Mallinger und sein Team. Es war ein sehr interessanter Vormittag.