Besuch bei der Feuerwehr

Die Kinder beschrieben unseren Besuch mit folgenden Worten:

Besuch bei der Feuerwehr am 18.5.

Am 18. Mai durften die 3. Klassen die Freiwillige Feuerwehr Molln besuchen. Die Garagen waren leer, aber normalerweise stehen hier 6 Autos.

Das Feuerwehrauto: Mayrhofer Robert fuhr uns mit dem Feuerwehrauto (RLF) in den Rabach zum Boards and More-Gelände und wieder zurück. Während der Fahrt hat Robert auch gefunkt. Der Dieseltank fasst 125l. Im Auto haben wir Funkgeräte gesehen. David Sieghartsleitner hat uns ein anderes Auto gezeigt. Es gibt viele Schläuche, die alle mit verschiedenen Farben gekennzeichnet sind, je nach Größe (z.B. C- und B-Schlauch). Das Feuerwehrauto (TLF) kann man von hinten ein- und ausschalten. Seitlich am Auto ist das Notstromaggregat. Immer zwei Kinder durften mit einem Schlauch einen „brennenden“ Traktor anspritzen. Die Kommandos dafür lauten „Wasser marsch!“ und „Wasser halt!“. Wenn ein Feuerwehrauto im Einsatz ist, hört man das Folgetonhorn.

Keller und Atemschutz: Florian Hilger ging mit uns in den Übungskeller, schaltete die Nebelmaschine ein (wir haben vom versteckten Kind nichts gesehen) und wir durften die Wärmebildkamera ausprobieren. Außerdem durften einige Kinder Atemschutzmasken und Jacken anziehen. Mit der Spezialkleidung kann man auch durch Feuer laufen. Eine Sauerstoffflasche wiegt ca. 15kg, ist mit 500 bar Sauerstoff gefüllt und ist anscheinend so schwer wie Lukas Schultasche. Oft tragen die Feuerwehrleute auch zwei Flaschen mit 30kg im Einsatz. Der Sauerstoff reicht normalerweise für eine halbe Stunde.

Das Feuer: Es gibt drei Dinge (das Verbrennungsdreieck), die das Feuer braucht, damit es brennen kann: Wärme, Luft und Brennstoff. Wenn man ihm eines entzieht, geht es aus. Der Kommandant der Mollner Feuerwehr Armin Steiner hat uns mit Teelichtern und einem Feuer alles gezeigt. Bei einer Kerze hat er ein Glas darübergestülpt und es ging das Licht aus, weil der Sauerstoff ausging. Feuer löscht man mit Wasser, Schaum, Sand oder einer Decke. Wir lernten, wie man mit einer Decke das Feuer in einem Blecheimer absticken kann. Durch die Wärmebildkamera konnten wir den abgedeckten Kübel sehen, dass der mindestens 200 -300°C hatte. Man sollte auch immer einen Feuermelder, eine Feuerdecke und einen Feuerlöscher zuhause haben. Fett oder Öl darf man auf keinen Fall mit Wasser löschen, sonst wird es richtig gefährlich. Wichtig ist, dass man bei einem Feuer Ruhe bewahrt.

Das Büro: Bettina Sitter hat uns das Büro gezeigt, die Leitstelle oder Kommandozentrale. Sie hat uns vorgeführt und mit uns geübt, wie man einen Anruf bei einer Notrufnummer macht. Wichtig sind die 4W-Fragen: Wer? Was? Wie? Wo? Das ist wichtig, damit die Leute wissen, wo sie hinmüssen. Hier im Büro muss während eines Einsatzes immer einer der Feuerwehrleute sitzen und Anrufe und Funksprüche entgegennehmen.

Feuerwehrleute müssen viel trainieren. Kinder dürfen schon ab 8 Jahren zur Feuerwehr gehen, aber erst mit 16 dürfen die Jugendlichen bei Einsätzen mitfahren. Es war ein besonders spannender Vormittag. Vielen Dank an Armin Steiner mit seinem Team für die mustergültige Vorbereitung.